Die Natur kennt keinen Abfall
Mit dem Komposter richtig kompostieren.
Kompostieren heißt ganz einfach, organische Abfille aus Küche und Haushalt (z.B. Gemüse- und Obstabfälle, verwelkte Schnitt- und Topfpflanzen, unbedrucktes Papier und Karton) aber auch alle Gartenabfälle (Baum- und Stauchschnitt, Blatt- und Wurzelwerk, Rasenschnitt, aber nicht ausschließlich - möglichst angetrocknet) unter Sauerstoffeinfluss in Komposterde im Kompster umzuwandeln. Dabei helfen Ihnen die JUWEL Komposter mit ihren augeklügelten Belüftungssystemen.
Gemischte Küchen- und Gartenabfälle haben üblicherweise einen Wassergehalt von ca 60 bis 70% Wasser, das zu einem großen Teil verdampft werden muss, da sich sonst Fäulnisbakterien unangenehm im Komposter bemerkbar machen (schlechter Geruch, geringe Abbauleistung etc.) Deshalb ist eine gute Ent- und Belüftung zur Sauerstoffzufuhr im Komposter so wichtig.
Die Schichten im Komposter
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1. Obere Schicht im Komposter
Hier sind die frischen Abfälle - möglichst vermischt - noch deutlich erkennbar - die Mikroorganismen beginnen unverzüglich mit dem Abbau, die Temperatur steigt an.
2. Darunterliegende Schicht im Komposter
Hitzeliebende Bakterien und Pilze vermehren sich bei Wärmeentwicklung rasant und bauen Zucker, Stärke und Eiweiß ab, in einer nächsten Phase auch zellulose und holzige Bestndteile. Es wird Wasser, CO2 und Ammoniak ausgeschieden.
3. Mittelteil im Komposter
In dieser Phase sind die einzelnen Abfälle nicht mehr erkennbar, die Temperatur sinkt wieder leicht. Neue Gruppen von Mikroorganismen und Pilzen, jetzt auch schon Kleintiere, bauen die Abfälle weiter ab - die Abfälle haben deutlich an Volumen verloren, der Kompost setzt sich.
4. Untere Schicht Komposter
Die Temperatur ist bereits weit abgesunken - Kleintiere haben die Hauptarbeit übernommen - Asseln, Springschwänze und der rote Kompostwurm, nicht Regenwurm - verarbeiten die Abfälle zu fruchtbarem Humus. Die Kompostwürmer sind entscheidend für die Bildung der krümeligen Struktur des Rohkompostes, der schon für die Düngung verwendet werden kann. Zur Pflanzenanzucht sollte der Rohkompost noch einige Zeit ausreifen - ein Kressetest zeigt die Pflanzenverträglichkeit.
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Bei einer Temperatur von weniger als 8°C arbeiten die Kompostbakterien kaum mehr, die Kompostierung ruht. Im Frühjahr HoIzschnitt sammeln und häckseln, im Herbst Laub sammeln und zerkleinern (Rasenmäher!).

Der ideale Platz für Ihren Komposter
Direkt auf die Erde stellen, auf keinen Fall auf Beton oder Asphalt - Kompost braucht Kontakt zum Erdboden!
Sonnigen bis halbschattigen Platz suchen - in den meisten Fällen braucht der Komposter die Sonnenwärem dringend zur Verdunstung des Wasseranteils (mehr als 70% Wassergehalt in frischen Gemüse- und Obstresten). Denken Sie an möglichst kurze Wege von Haus/Wohnung zum Befüllen des Komposters! Wählen Sie unbedingt einen geschlossenen Komposter, nur dieser schütz sowohl vor Austrocknen oder Vernässen, ebenso wie vor Vogelfraß und Haustieren - darin finden Sie das ideale Regenwaldklima.
Das soll in den Komposter
Obst- und Gemüseabfälle, Eierschalen und weitere Küchenabfälle, Kaffe- und Teesatz mit Filterpapier, Kleintiermist, kalte Holzasche in kleinen Mengen, Schnittblumen, Topfpflanzen, unbedrucktes Papier.
Beim Befüllen des Komposters sollten Sie beachten, dass Sie nie zu viel von einer Abfallsorte einbringen. Die Abfälle immer Schichtweise einbringen. Sehr wichtig dabei ist das Häckselgut. Zu 1 Teil Grünabfällen sollte mindestens 1/2 Teil Häckselgut beigemischt werden. Der Anteil von Häckselgut sorgt für die ideale Nährstoffversorgung für Mikroorganismen und zudem für die höchst erwünschte Auflockerung der Grünabfälle, damit diese intensiven Kontakt zu Sauerstoff bekommen.
Nach dem Befüllen des Komposters stets mit einer dünnen Schicht Kompost oder Gartenerde abdecken. Ideal ist das zusätzliche Aufstreuen von Kompost Beschleunigern, wie z. B. dem JUWEL Kompost beschleuniger mit lebenden Organismen.
Das darf nicht in den Komposter
Fleisch, Fisch und Knochen, Speisereste wie Teigwaren, Metall, Glas, Kunststoffe, Batterien, alle Farbaufdrucke, Lacke, Farbreste, Medikamente, Chemikalien, Altöle, Verbundpackstoffe, Pampers, Milch- und Saftpackungen.
Tips zu den einzelnen Abfallarten
Rasenschnitt
Frischer Rasenschnitt ist problematisch. Frischer feuchter Rasenschnitt deckt den Kompost luftdicht ab, verhindert jeglichen Sauerstoffzutritt und führt zu raschem Schimmel und Fäulnis. Daher am besten nach dem Mähen den Rasenschnitt trockenen lassen und dann in den Komposter einbringen. Auf jeden Fall 1 Teil Rasenschnitt mit 1/2 Teil Häckselgut vermischen und Schichtweise in den Komposter einbringen. Jede Lage dünn mit z. B. JUWEL Kompost-Beschleuniger Bio Aktiv bestreuen.
Laubabfälle
Am besten vor dem Sammeln am Boden mit dem Rasenmäher zerkleinern, sonst häckseln, damit das Laub zerkleinert wird, die Blätter im Komposter keine luftdichte Schicht ausbilden und die Bakterien eine möglichst große Angriffsfläche haben. Auch hier gilt 1 Teil Laub mit 1/2 Häckselgut vermischen
Baum- und Strauchschnitt
In zerkleinerter Form (gehäckselt) ganz wichtiger Bestandteil des Kompostes zum Mischen mit Grünabfällen. Lockert den Kompost auf zur besseren Belüftung auf und sorgt für ein gutes C/N Verhältnis.
Küchen-, Gemüse- und Obstabfälle
Sind besonders für die Gewinnung von Wurmkompost geeignet. Vorerst am Boden des Komposters eine ca. 10cm starke Schicht von Holzhäcksel oder Laub, auch zerkleinertes Zeitungspapier einbringen. Darauf kommt eine Schicht mit Küchenabfällen, darauf eine Schicht von Holzhäckseln. Schon in kurzer Zeit werden die Abfälle mit Kompostwürmern besiedelt, die vom Boden her die Leckerbissen zu krümeligem Kompost verarbeiten.
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